Ethisch denken, abwägen und handeln im professionellen Alltag

Auf der Suche nach dem bestmöglichen Weg

Kürzel 10-FB-27-35
Termin(e)

16.-17.11.2027 (09:00 - 16:30 Uhr)

Ort Caritas Tagungszentrum
Wintererstr. 17-19
79104 Freiburg
Dozent*in Ulrike Bungter, Christine Moeller-Bruker

Kurzbeschreibung

Ethische Fragestellungen sind im Alltag von Langzeitpflege, Altenhilfe und Hospizarbeit allgegenwärtig – und zugleich oft schwer zu benennen. Zwischen Zeitdruck, organisationalen Vorgaben und individuellen Bedürfnissen von Bewohner*innen, Klient*innen An- bzw. Zugehörigen geraten Wertekonflikte leicht aus dem Blick oder bleiben unausgesprochen. Diese zweitägige Fortbildung setzt hier an und unterstützt die Teilnehmenden dabei, ethische Aspekte wahrzunehmen, einzuordnen und sprachfähig zu werden.

 

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit eigenen Wertvorstellungen sowie mit zentralen ethischen Prinzipien und Theorien, einschließlich der bioethischen Prinzipien nach Beauchamp & Childress. Der Würdebegriff wird differenziert betrachtet und mit der Rolle der Scham, als ihrer „Hüterin“ verknüpft. Anhand konkreter Praxisfälle lernen die Teilnehmenden, Wertekonflikte zu erkennen, zu benennen und zu gewichten sowie ethisch zu argumentieren.

 

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Anliegen, kollegiale Fallbesprechungen um eine Ethik‑ bzw. Werteperspektive anzureichern. Strukturen und Möglichkeiten der ethischen Fallbesprechung werden vorgestellt. Ziel ist es, ethisches Denken und Sprechen als selbstverständlichen Teil professionellen Handelns im Pflege‑ und Betreuungsalltag zu verankern.

Ziele/Kompetenzen

Am Ende der Fortbildung

  • wenden Sie ethische Prinzipien und Theorien an – auch in konkreten Fällen

  • differenzieren Sie den Würdebegriff und seine Ableitungen für konkrete Situationen

  • erkennen Sie Wertekonflikte und können sie benennen und gewichten

  • sind Sie in der Lage, kollegiale Fallbesprechungen (zum Beispiel Bewohner*innen- oder Klient*innen-Besprechungen) um eine Ethik- bzw. Wertperspektive zu erweitern

  • haben Sie Übung darin, in konkreten ethisch relevanten Situationen im Pflege- und Betreuungsalltag sprachfähig zu sein

  • haben Sie sich mit Ihren eigenen Werten auseinandergesetzt

  • sind Ihnen Strukturen der Ethikberatung bekannt

Inhalte

  • Auseinandersetzung mit den eigenen Wertvorstellungen und -konflikten

  • Kennenlernen und Anwendung der zentralen ethischen Prinzipien und Theorien

  • Auseinandersetzung mit Würde als Wert und der Scham als ihrer „Hüterin“

  • Kennenlernen und Anwendung der bioethischen Prinzipien nach Beauchamp & Childress

  • Sprachfähigkeit im Hinblick auf ethische Fragestellungen und Dilemmata

  • Anreicherung kollegialer Fallbesprechungen um eine Ethik-Perspektive

Methoden

  • Impulsreferate

  • Fallbesprechungen aus der Praxis

  • Selbstreflexion

  • kollegialer Austausch

Zielgruppe

Die Fortbildung setzt kein ethisches Vorwissen voraus. Angesprochen sind Personen aus Langzeitpflege, Altenhilfe und Hospizarbeit – unabhängig von Ausbildung, Funktion oder Qualifikationsniveau. Alle Inhalte werden verständlich eingeführt und praxisnah erarbeitet.

Seminargebühren

490,00
€ für Mitgliedseinrichtungen

540,00
€ für Nichtmitgliedseinrichtungen

Zzgl. Verpflegungspauschale: 80,00 €

Ansprechperson

Sie haben Fragen zur Veranstaltung? Wenden Sie sich bitte an:

Foto von Peggy Hahnemann

Peggy Hahnemann

Tel.: 0761 8974-245

E-Mail: hahnemann@caritas-dicv-fr.de

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16.11.2027

79104 Freiburg

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