Ethisch denken, abwägen und handeln im professionellen Alltag
Auf der Suche nach dem bestmöglichen Weg
Kurzbeschreibung
Ethische Fragestellungen sind im Alltag von Langzeitpflege, Altenhilfe und Hospizarbeit allgegenwärtig – und zugleich oft schwer zu benennen. Zwischen Zeitdruck, organisationalen Vorgaben und individuellen Bedürfnissen von Bewohner*innen, Klient*innen An- bzw. Zugehörigen geraten Wertekonflikte leicht aus dem Blick oder bleiben unausgesprochen. Diese zweitägige Fortbildung setzt hier an und unterstützt die Teilnehmenden dabei, ethische Aspekte wahrzunehmen, einzuordnen und sprachfähig zu werden.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit eigenen Wertvorstellungen sowie mit zentralen ethischen Prinzipien und Theorien, einschließlich der bioethischen Prinzipien nach Beauchamp & Childress. Der Würdebegriff wird differenziert betrachtet und mit der Rolle der Scham, als ihrer „Hüterin“ verknüpft. Anhand konkreter Praxisfälle lernen die Teilnehmenden, Wertekonflikte zu erkennen, zu benennen und zu gewichten sowie ethisch zu argumentieren.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Anliegen, kollegiale Fallbesprechungen um eine Ethik‑ bzw. Werteperspektive anzureichern. Strukturen und Möglichkeiten der ethischen Fallbesprechung werden vorgestellt. Ziel ist es, ethisches Denken und Sprechen als selbstverständlichen Teil professionellen Handelns im Pflege‑ und Betreuungsalltag zu verankern.
Ziele/Kompetenzen
Am Ende der Fortbildung
wenden Sie ethische Prinzipien und Theorien an – auch in konkreten Fällen
differenzieren Sie den Würdebegriff und seine Ableitungen für konkrete Situationen
erkennen Sie Wertekonflikte und können sie benennen und gewichten
sind Sie in der Lage, kollegiale Fallbesprechungen (zum Beispiel Bewohner*innen- oder Klient*innen-Besprechungen) um eine Ethik- bzw. Wertperspektive zu erweitern
haben Sie Übung darin, in konkreten ethisch relevanten Situationen im Pflege- und Betreuungsalltag sprachfähig zu sein
haben Sie sich mit Ihren eigenen Werten auseinandergesetzt
sind Ihnen Strukturen der Ethikberatung bekannt
Inhalte
Auseinandersetzung mit den eigenen Wertvorstellungen und -konflikten
Kennenlernen und Anwendung der zentralen ethischen Prinzipien und Theorien
Auseinandersetzung mit Würde als Wert und der Scham als ihrer „Hüterin“
Kennenlernen und Anwendung der bioethischen Prinzipien nach Beauchamp & Childress
Sprachfähigkeit im Hinblick auf ethische Fragestellungen und Dilemmata
Anreicherung kollegialer Fallbesprechungen um eine Ethik-Perspektive
Methoden
Impulsreferate
Fallbesprechungen aus der Praxis
Selbstreflexion
kollegialer Austausch
Zielgruppe
Die Fortbildung setzt kein ethisches Vorwissen voraus. Angesprochen sind Personen aus Langzeitpflege, Altenhilfe und Hospizarbeit – unabhängig von Ausbildung, Funktion oder Qualifikationsniveau. Alle Inhalte werden verständlich eingeführt und praxisnah erarbeitet.
Seminargebühren
490,00
€ für Mitgliedseinrichtungen
540,00
€ für Nichtmitgliedseinrichtungen
Zzgl. Verpflegungspauschale: 80,00 €
Ansprechperson
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Als Inhouse-Angebot anfragen16.11.2027
79104 Freiburg
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