„Partizipation jenseits von Abstimmungen – Selbstwirksamkeit, Langeweile und pädagogische Professionalität“
Echte Beteiligung im Alltag gestalten und Bildungsräume bewusst nutzen
Kurzbeschreibung
Partizipation wird im pädagogischen Alltag häufig auf Abstimmungen reduziert. Doch echte Beteiligung von Kindern geht weit darüber hinaus. Sie zeigt sich nicht nur in Entscheidungen, sondern vor allem im täglichen Miteinander – im Aushandeln von Bedürfnissen, im Ernstnehmen von Perspektiven und im gemeinsamen Gestalten von Situationen.
Gerade in unscheinbaren Momenten – im sogenannten „Leerlauf“ oder in Phasen der Langeweile – eröffnen sich wertvolle Bildungsräume. Wenn Kinder nicht unmittelbar angeleitet oder beschäftigt sind, entsteht Raum für eigene Ideen, für kreatives Denken und für selbstinitiierte Aktivitäten.
Für pädagogische Fachkräfte stellt sich dabei immer wieder die Frage: Wann ist Eingreifen sinnvoll, und wann ist es hilfreich, bewusst abzuwarten? Der Umgang mit Langeweile erfordert professionelle Sensibilität. Entscheidend ist eine feinfühlige Beobachtung:
Was braucht das Kind gerade – Unterstützung, Impulse oder einfach Vertrauen?
Die Förderung von Selbstwirksamkeit steht dabei im Zentrum. Kinder, die erleben, dass ihre Ideen zählen und dass sie Situationen eigenständig bewältigen können, entwickeln Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Dies stärkt nicht nur ihre Entwicklung, sondern entlastet auch die Fachkräfte. Denn wo Kinder aktiv gestalten, reduziert sich der Druck, ständig Angebote machen oder Lösungen vorgeben zu müssen.
Ziele/Kompetenzen
Am Ende der Fortbildung
haben Sie Ihr Verständnis von Partizipation als gelebter Alltagspraxis jenseits von Abstimmungen vertieft
erkennen Sie die Bedeutung von Leerlauf und Langeweile als wertvolle Bildungs- und Entwicklungsräume und gewinnen Sicherheit im Umgang damit
stärken Sie Ihre Kompetenz, Selbstwirksamkeitserfahrungen von Kindern gezielt zu fördern
reflektieren Sie Ihr eigenes pädagogisches Handeln und gewinnen neue Perspektiven zur Entlastung im Alltag
erweitern Sie Ihre Handlungsspielräume im Spannungsfeld zwischen Begleitung und Zurückhaltung
Inhalte
Partizipation im Kita-Alltag reflektieren und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten entwickeln
Aushandlungsprozesse mit Kindern gestalten: Bedürfnisse wahrnehmen, Grenzen setzen und Beteiligung ermöglichen
Leerlauf und Langeweile neu denken und deren Bildungsbedeutung für die kindliche Entwicklung erschließen
Selbstwirksamkeit fördern und Kinder dabei begleiten, Verantwortung zu übernehmen und eigene Lösungen zu entwickeln
Die Rolle der Fachkraft zwischen Steuerung, Begleitung und bewusster Zurückhaltung reflektieren
Beispiele aus dem Kita-Alltag einbringen und gemeinsam reflektieren
Methoden
Impulsreferate
praxisnahe Reflexionen
Fallbesprechungen aus dem Arbeitsalltag
kollegialer Austausch
Seminargebühren
360,00
€ für Mitgliedseinrichtungen
395,00
€ für Nichtmitgliedseinrichtungen
Zzgl. Verpflegungspauschale: 90,00 €
Ansprechperson
Sie haben Fragen zur Veranstaltung? Wenden Sie sich bitte an:
Christina Kunz
Tel.: 07243 5465-15
E-Mail: kunz@caritas-dicv-fr.de
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Als Inhouse-Angebot anfragen28.10.2027
76437 Rastatt
„Partizipation jenseits von Abstimmungen – Selbstwirksamkeit, Langeweile und pädagogische Professionalität“
Echte Beteiligung im Alltag gestalten und Bildungsräume bewusst nutzen
